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Depression und vegetarische Ernährung

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Wer hat noch nicht von der Krankheit der Depression gehört. Sie scheint in der Wahrnehmung sich immer stärker auszubreiten und trifft laut dem Bundesgesundheitsministerium 15-20% aller Deutschen irgendwann im Leben.

Die Gründe dafür sind natürlich sehr Vielfältig. Natürlich sind es solche wie unsere schnelllebige Umwelt, wachsenden Anforderungen in Schule und Beruf oder aber auch starke Emotionale Erlebnisse und ständiger Druck.

Dabei kann man die Depression als eine psychische Störung bzw. Erkrankung definieren, die geprägt ist durch gedrückte Stimmung Antriebslosigkeit, häufiges Grübeln, Schlafstörungen, Hoffnungslosigkeit oder verminderter Antrieb.

Ein schlimmer Aspekt ist das Freude und Lust am Leben verloren gehen, so dass im Extremfall sogar Suizide resultieren können.

Könnte nun vielleicht auch die Ernährung mit Depressionen zusammen hängen? Damit hat sich nun ein Forscherteam befasst und eine interessante Aussage veröffentlicht.

Eine Metaanalyse mit knapp 50.000 TeilnehmerInnen-Daten aus dem Jahr 2021 beleuchtet den Zusammenhang zwischen vegetarischer Ernährung und psychischer Gesundheit. Hier zeigten sich zunächst spannende Verbindungen. So fanden die ForscherInnen heraus, dass Menschen, die sich vegetarisch ernähren, höhere und demnach schlechtere Werte in Depressionsfragebögen aufweisen als diejenigen, die Fleisch essen [Ock 2021]. Der genaue Hintergrund oder der Zusammenhang ließ sich auf Basis der Daten erstmal nicht erklären. Aber vor einer vorschnellen Interpretation dieses Zusammenhangs wird ausdrücklich gewarnt, dieser kann sogar in die falsche Richtung gehen.

Denn laut den AutorInnen kommen dafür verschiedene Gründe in Betracht. So zeigte eine weitere Auswertung, dass eine vegetarische Ernährung nicht Depressionen (mit)verursacht, sondern die Ernährung oftmals nach einer depressiven Verstimmung auf vegetarisches Essen umgestellt wurde. Das wiederum könnte dadurch kommen, dass Personen, denen es psychisch schlecht geht, mit einer Ernährungsumstellung ihre Situation verbessern wollen bzw. sich etwas Gutes tun wollen. Es könnte aber auch durch eine gesteigerte Empathie kommen, dass Erzeugnisse aus fragwürdiger Tierhaltung nicht mehr auf den eigenen Teller kommen.

Die Überlegungen der ForscherInnen zeigen, dass beobachtete Zusammenhänge auf vielfältige Ursachen-Wirkungs-Beziehungen zurückgehen können und Schlüsse, die vorschnell aus Studien gezogen werden, vordergründig Meinungen und nicht haltbares Wissen sind.

 

Mehr noch, die vegetarische Ernährung kann auch auf anderem Wege günstig auf eine Depression wirken. Diese Form der Ernährung ist reich an Gemüse, Obst, Pilzen und anderen pflanzlichen Lebensmitteln, die viele Ballaststoffe liefern. Und diese wiederum wirken sich sehr günstig auf die Darmflora aus. Was hat dies mit Depressionen zu tun? In ersten Studien konnte gezeigt werden, dass die Darmflora an Vielfalt verloren hat bei depressiven Menschen. Und Ballaststoffe fördern die Vielfalt unseres Mikrobioms und können somit womöglich sich günstig auf Depressionen auswirken. Der Darm und das Gehirn kommunizieren miteinander.

 

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